Regulationsstörungen

Die Anpassung des Neugeborenen an das neue Leben ausserhalb der Gebärmutter ist ein Wunder der Natur. Innerhalb von Sekunden setzt die Atmung ein. Der kindliche Blutkreislauf wird von der Funktion innerhalb der Gebärmutter auf das Leben ausserhalb der Gebärmutter umgestellt. 

Die erste Nahrungsaufnahme durchs Stillen vollzieht sich, der Darm muss sich an die neuen Verdauungsinhalte anpassen und das kleine Neugeborene reguliert selbständig die Körpertemperatur. Auch der Schlaf – Wach Rhytmus wird entsprechend den kindlichen Bedürfnissen, der Nahrungsaufnahme und der Tageszeit neu geregelt. Diese Umstellungen, welche für ein gutes Gedeihen des Säuglings wichtig sind, laufen nicht immer ohne Probleme ab. Es können Störungen der Selbstregulation auftreten.


Mögliche Regulationsstörungen sind:

  • Störungen des Schlafes
  • Störungen des Tag/Nacht Rhytmus
  • Störungen des Stillens und der Ernährung
  • Störungen der Verdauung, die sich als gehäuftes Erbrechen oder Darmkoliken zeigen können
  • Störungen der Befindlichkeit und der Regulation von Emotionen und der inneren Spannung kann zu exzessivem, unstillbarem Schreien führen
  • Störungen des Beziehungsaufbaues zwischen Kind und Bezugspersonen, sogenannte frühe Bindungsstörungen
  • Störungen der sozialen Interaktion und der Entwicklung der Aufmerksamkeit
  • Störungen des Masses an Aktivierung des Kindes kann zu hyperaktivem, unruhigem bis chaotischem Verhalten oder zu passivem, teilnahmslosem übermässig ruhigem Verhalten führen.


In der Behandlung der Regulationsstörungen orientieren wir uns an einem ganzheitlichen Ansatz: Die Beobachtungen, Ideen und bisherigen Lösungsansätze der Eltern werden ernst genommen und in die Behandlung mit einbezogen. Auch die Lebensgeschichte des noch jungen Babys mit seinen ersten Erfahrungen mit dem Leben fliessen in das Ganze mit ein. Wir versuchen mit den Eltern zu verstehen, wie das Problem aussieht, was bisher unternommen wurde, was hilfreich war und wo noch Lösungsmöglichkeiten offen stehen. Dies geschieht in Gesprächen mit den Beteiligten, im Ausprobieren von neuem Verhalten im Umgang mit dem Kind und mit sanfter Körperarbeit mit dem Baby. Zentral ist immer die Eltern darin zu unterstützen ihre eigenen Ressourcen und Kompetenzen (wieder) zu entdecken und weiter zu entwickeln. Ziel ist es, die angeborenen Abläufe und Entwicklungen beim Kind wieder zu normalisieren, damit alles wieder seinen natürlichen Lauf nehmen kann.

Bei etwas älteren Kindern wird nach der Methode Theraplay® gearbeitet. Das Ziel ist das gleiche, jedoch wird das therapeutische Vorgehen dem Alter des Kindes angepasst. Auch hier werden die Eltern zur Mithilfe in der Behandlung miteinbezogen und können somit das Geübte zu Hause fortsetzen.

 

Flavia Giossi, Homöopathie
Eric Thomann, Emotionelle Erste Hilfe, Theraplay®
Christina Truninger; Emotionelle Erste Hilfe

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