Primärprävention

 

 

Viele neuere Studien, vor allem aus den USA, Skandinavien und Deutschland, belegen einen Zusammenhang zwischen Belastungen während der Schwangerschaft, der Geburt und den 2 ersten Lebensjahren und der Entwicklung von ADHS und anderen Krankheiten.

Die dänische Psychologin und Bindungsforscherin Dr. Susan Hart hat in ihren Arbeiten zur neuroaffektiven Entwicklungspsychologie auf den Zusammenhang zwischen prä- und perinatalen Traumata, frühen Bindungsstörungen und der mangelnden Entwicklung der Aufmerksamkeit, der Emotionen und sozialen Fertigkeiten hingewiesen. Aus diesen Gründen erscheint es uns eminent wichtig, Eltern und Kinder möglichst früh, im Sinne der Primärprävention, adäquat zu unterstützen und, bei Bedarf, eine effiziente Behandlung anzubieten.

Anlässlich des 12. EPZ-Symposiums in Winterthur stellte Frau Prof. Claudia Buss ihre Forschungsergebnisse vor. Titel des Vortrages: "Frühe Ursprünge psychiatrischer Störungen: Wie früher Stress die Gehirnentwicklung beeinflussen kann – Folgen für die psychische Gesundheit". 

Frau Prof. Buss liefert mit Ihrer Forschungsarbeit wichtige Grundlagen, welche unsere bisherigen Hypothesen unterstützen, dass belastende Schwangerschaften und Geburten zu der Entwicklung von Regulationsstörungen, ADHS und anderen psychischen Störungen führen können. Die früh einsetzende psychologische Schwangerschaftsbegleitung, Bindungsförderung und Emotionelle Erste Hilfe dürften kostbare Möglichkeiten der Gesundheitsförderung sein. Das BEZ-Team sieht sich im Lichte dieser Forschungsergebnissen in ihrer Arbeit und der Primärprävention bestätigt. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit den Eltern einen wichtigen Beitrag für die zukünftige psychische Gesundheit Ihrer Kinder leisten können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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